Herbstliche Geschenkverpackung

Die Zeit rast mal wieder und zwischen Kind, Haushalt und Studium bleibt aktuell wenig Zeit für mein kleines Blog. Ich quäle mich mit Mathematik und erheitere mein Umfeld mit peinlicher Unwissenheit auf diesem Gebiet so ca. ab dem Stoff der 5. Klasse. Jede Menge Arbeit liegt da also noch vor mir – toll, toll… Außerdem befindet sich mein Mann in den letzten Zügen seiner Doktorarbeit und auch da landet immer mal wieder etwas auf meinem Schreibtisch. Korrekturlesen, Administratives etc. pp.

Zwischendurch versuchen wir dann auch noch Zeit zu finden für unsere Freunde, was mit Kind gar nicht so leicht ist. Zuletzt standen mal wieder zwei Geburtstage an. Der erste war eine Abendveranstaltung, an der wir teilnehmen konnten, weil sich meine Schwiegereltern netterweise bereit erklärt hatten, das schlafende Baby zu hüten. Baby E., Oma und Opa haben das dann auch ganz locker genommen. Tja, nur wir Eltern konnten uns nicht so richtig entspannen und waren bei der ersten passenden Gelegenheit schon wieder daheim. Daran muss noch gearbeitet werden.

Der zweite Geburtstag war am Samstag und wurde an einem Nachmittag gefeiert, also mit Kindern. Hierzu gibt es nix weiter zu berichten, außer dass der Burger im Café Mozart an der Pettenkoferstr. sehr empfehlenswert ist und man für sehr viel Erstaunen sorgt, wenn man ein 10 Monate altes Kind „normales“ Essen probieren lässt („Ist ja cool, wie locker ihr da seid. Also, ich könnte das nicht…“ Innerliches Augenrollen meinerseits).

Lange Rede, kurzer Sinn – ich möchte die Gelegenheit nutzen, Euch mal meine variable Standardgeschenkverpackung zu zeigen. Am Samstag hat es so ausgeschaut:

2014-10-25 12.13.12Man benötigt:

  • Schlichtes Packpapier
  • Masking Tape
  • ein paar Blüten einer möglichst robusten Pflanze mit Stengel

Ich benutze je nach Jahreszeit, was aktuell auf meiner Terrasse blüht – aktuell ist das Erika. So erhält das Geschenk eine saisonale Note. Das Ministräußchen wird dann mit einem passenden Masking Tape an der Verpackung befestigt.

Meine Sommervariante bestand übrigens aus Lavendel und einer kleinblütigen (dornenarmen) Rosensorte. Zusätzlich hatte ich auf das Packpapier (nach dem Einpacken) mit Buchstabenstempeln noch einen kleinen Geburtstagsgruß aufgestempelt. Leider habe ich damals kein Foto gemacht 😦

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Freundinnen mit und ohne Nachwuchs

Girl scouts at Frustunaby farm, Södermanland, Sweden

Mit meinen engsten Freundinnen aus der Schulzeit habe ich noch immer (11 Jahre nach dem Abi) sehr guten Kontakt. Wir waren zusammen auf dem Internat, eine ganz besondere und intensive Erfahrung, die zusammenschweißt. Zwar haben wir uns nicht, wie vor dem Abschluss feierlich geschworen, einmal im Jahr getroffen, aber dank Internet und diversen Messaging-Diensten wissen wir immer recht gut über das Leben der anderen Mädels Bescheid. Einige hundert Whatsapp-Nachrichten an einem Vormittag sind keine Seltenheit und meist geht es dabei sehr lustig zu. In den letzten Jahren haben sich allerdings zunehmend kleinere und größere Gräben gebildet.

Klar, wir haben uns alle in unterschiedliche Richtungen entwickelt – von der (Achtung – Klischee!) Karrierefrau ohne Familienpläne bis hin zur Vollblutmutti, die leidenschaftlich für Langzeitstillen und Tragen plädiert, ist alles dabei. Verheiratet mit Mann oder Frau, in Fernbeziehung, Single… Interessen, Sozialstatus, politische Ansichten – wir sind in vielen Dingen verschieden. Das Thema mit dem allergrößten Sprengstoff ist allerdings *Trommelwirbel* der Nachwuchs *Tusch*. Fast alle Konflikte zwischen uns drehen sich um Fragen wie:

  • Wie viel darf man den anderen von den eigenen Kindern erzählen, ohne dass es denen auf den Wecker fällt?
  • Wie oft ein aktuelles Bild der Kleinen herumschicken? Was ist noch süß, was schon Spam?
  • Mädelstreffen (ein Wochenende in einer Ferienwohnung irgendwo in Deutschland) mit oder ohne Nachwuchs?

Manche Kinderlose findet, dass sich bei den Mamas alles nur um die lieben Kleinen dreht. Manche Mama hingegen hat den Eindruck, sie müsse gegenüber ihren kinderlosen Freundinnen so tun, als hätte sie gar keine Kinder. Das führt dann leider dazu, dass sich kleine Untergrüppchen bilden und die Lust auf Treffen „in echt“ sinkt. Ich gebe zu, dass sich meine Perspektive seit der Geburt von Baby E. geändert hat. Tendenziell stand ich aber auch schon vorher eher auf der Seite der Mamas, weil ich die Beziehungsdramen der Singles nicht mehr oder weniger interessant und relevant für mein eigenes Leben fand als die Nachrichten über die neuesten Fähigkeiten anderer Leute Kinder. Da hat mir eher bei den Kinderlosen schon mal das Verständnis dafür gefehlt, dass ein Kind kein Lifestyleaccessoire ist, das man nach belieben aus dem Schrank holen kann oder eben auch nicht.

Vielleicht lässt sich dieses Problem nicht lösen und wir finden erst wieder so richtig zueinander, wenn wir so alt sind, dass wir nur noch in den Erinnerungen an die gute alte Schulzeit schwelgen wollen. Schade wär das aber schon. Ich hoffe, dass wir in Zukunft einen guten Kompromiss finden und vor allem mehr Verständnis dafür aufbringen, dass andere Leute andere Prioritäten haben.

10 Monate!

Die Zeit rast – seufz. Das ist so ein klassischer Muttisatz, aber was soll’s. Klischees kommen nun mal nicht von ungefähr. Der 10 Monat war sehr schön und von Baby E.s zunehmender Mobilität geprägt. Der Forscherdrang kennt keine Grenzen und gekrabbelt wird gerne auch im Turbomodus. Was jetzt sehr gut geht sind kleine Ausflüge, auch in Restaurants, denn Essen und andere Menschen sind für E. wahnsinnig aufregend. Sie schläft nach wie vor mit Ausnahme einer kurzen Pause am frühen Morgen durch und hält auch tagsüber schön brav ihre zwei Schläfchen.

Was nicht so gut war: Sie hat schon recht früh angefangen selbst zu essen, nämlich mit vier Monaten. E. wollte unbedingt und hat mit ihrem kleinen Mündchen nach meinem Käsebrot geschnappt, wenn sie auf meinem Schoß saß. Sie hat bisher immer gerne alles ausprobiert und war erstaunlich aufgeschlossen. Das scheint nun vorbei zu sein. Aktuell mag sie praktisch nur Semmel o.ä. mit Aufstrich, Dinkelsticks, Wurst und etwas Obst. Mein liebevoll selbstgekochtes Essen wird hingegen meist verschmäht 😦 Ich hoffe mal, dass das nur eine Phase ist.

Was toll war: Andere Leute. Ich war bisher nicht so richtig der Menschenfreund. Gerade in der Stadt begegnet man eigentlich täglich irgendwelchen unangenehmen Zeitgenossen, die in der Bahn drängeln oder sonst irgendwie unfreundlich sind. Nachdem ich von vielen Seiten gehört habe, dass man mit Kind gerne mal blöd angeredet wird, war ich auf alles eingestellt. Bisher muss ich allerdings sagen, dass mir meine Mitmünchner deutlich sympathischer geworden sind, seit ich mit Baby unterwegs bin. Leute helfen beim Aussteigen aus der Tram, ratschen an der Kasse und machen Späßchen mit der Kleinen. Schön!

Langsam geht es auf den ersten Geburtstag zu. Ein Teil der Geschenke ist schon bestellt oder wartet auf Fertigstellung (sollte ich je wieder eine funktionstüchtige Nähmaschine haben). Was uns wieder auf den ersten Satz zurück bringt. Hach ja – seufz 😉

Herbstliches Gesteck

Am vorigen Wochenende haben wir meine Schwiegereltern in ihrem schönen Haus mit noch schönerem Garten besucht. Ein Ort zum Durchatmen für uns Stadtpflanzen. Apropos Pflanzen, die darf ich mir dort öfter mal mitnehmen. Zuletzt habe ich mir eine Pfingstrose und eine Iris für meine Terrasse ausgebuddelt und dann zuhause im Halbdunkeln gleich eingesetzt. Ich bin gespannt, ob es den beiden bei mir gefällt. Außerdem habe ich mir diesmal ein paar Eicheln mit Hütchen, Moos und Blättern vom wilden Wein mitgenommen, um mir den Herbst ins Wohnzimmer zu holen. Die Idee war, ein kleines Gesteck zu basteln mit Sachen, die ich schon da habe. Das ist dabei herausgekommen (sorry für  meine äußerst bescheidenen Fotoskills):

2014-10-04 08.08.39

Gebraucht habe ich:

  • kleine Zinkwanne (von Depot, glaube ich)
  • zwei kleine Terrakottatöpfchen
  • etwas zum Füllen für die Töpfe (ich habe Kokosmulch genommen, Steckmasse geht aber auch)
  • zwei passende Moosstückchen für die Töpfe
  • eine Kerze
  • Pflanzliche Deko: Hagebutten, Eichelkäppchen, Efeu, wilder Wein

Das Ganze schmückt jetzt meinen Esstisch und wird bei Gelegenheit sicher ab und an ein wenig umgebaut und mit neuen Fundstücken aus der Natur verziert.

 

Vollkorn-Bratapfelkuchen

Der Herbst ist da und damit meine allerliebste Jahreszeit. Die kühle Luft, das herrliche goldene Sonnenlicht, die bunten Blätter, der Nebel am Morgen… Hach! Und natürlich gehören auch viele Leckereien dazu. Kürbis, zum Beispiel, oder Äpfel, die fleißig verkocht und verbacken werden. In den kälteren Monaten ist praktisch immer Kuchen in unserem Haushalt zu finden. Damit wir nicht kugelrund werden, soll der möglichst nicht immer nur eine Sünde sein, sondern auch ein klein wenig gesund. So halt, dass man sich satt fühlt und auch noch ein paar Nährstoffe verputzt hat. „Gesund schmecken“ darf es aber auch nicht. Gar nicht so einfach. In der Schwangerschaft habe ich angefangen mit Vollkornmehlen zu experimentieren. Die passen sehr schön zu herbstlichen Kuchen, weil sie etwas kräftiger schmecken als Standardweizenmehl. Hier ein Rezept für einen schönen herbstlichen Kuchen mit Bratapfelbelag. Diese Bratäpfel kann man auch sehr schön zu Kaiserschmarrn essen. Es lohnt sich also, mehr zu machen.

Vollkorn-Bratapfelkuchen

2014-09-30 10.01.44

Für den Belag bzw. als Kompott:

  • 1 kg säuerliche Äpfel
  • 50 g Rosinen
  • 75 g Mandelstifte
  • 125 g Ahornsirup oder Zucker
  • 125 ml Weißwein
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL gemahlener Anis
  • alternativ zu den beiden Gewürzen: Lebkuchengewürz
  • 2-3 EL Calvados

Äpfel schälen und vierteln. Zusammen mit den restlichen Zutaten vermischen und in eine ofenfeste Form füllen. Dann ca. 2h bei 150 Grad backen. Anschließend in Schraubgläser füllen und nach dem Auskühlen bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

Wem das zu viel Aufwand ist, der kann auch die gewünschte Menge Apfelspalten einfach in einer Pfanne mit Butter anbraten, Rosinen, Mandeln, Gewürze und Ahornsirup drüber und mit Calvados ablöschen. Weißwein braucht es dann nicht unbedingt. Das Ergebnis ist dann halt weniger weich und saftig, aber auch gut!

Für den Boden:

  •  100 g weiche Butter
  • 125 g Ahornsirup
  • 2 Eier
  • 150 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 TL Backpulver

Alle Zutaten in einer Schüssel verrühren und in eine Springform füllen. Die vorbereiteten Äpfel  auf dem Teig verteilen. Bei 170 Grad 45 Minuten backen.

 

Schlaftraining – Aktueller Stand

Soooo, nun ist schon ein Weilchen seit meinem letzten Post zum Thema vergangen und es hat sich tatsächlich viel getan.

Nach wie vor geht das Einschlafen ziemlich gut und unproblematisch. Das Beste ist aber: Sie wacht nur noch einmal pro Nacht auf und zwar so gegen 4 Uhr morgens. Dann wird ganz kurz gestillt und sie schläft weiter bis ca. 6 Uhr. Da bei uns eh der Wecker um 5.30 Uhr klingelt (uäääh) ist das absolut ok. So kommt Baby E. auf meistens 11 Stunden Schlaf mit nur einer kurzen Unterbrechung. Tagsüber ist sie fröhlicher und lacht viel. Als sie noch regelmäßig alle 2-3h wach wurde, war sie tagsüber oft nicht zu gebrauchen, nur quengelig und nicht so entdeckungsfreudig. Das bringt mich zu meinem wichtigsten Punkt bei der ganzen Sache: Man tut das letztendlich für das Kind. Ausreichender Schlaf ist enorm wichtig für die Entwicklung und die Fähigkeit, alleine (d. h. ohne größere Einschlafhilfen) einschlafen zu können, ist der Schlüssel dazu.

Ich betone das nochmal, weil ich letzte Woche erst wieder ein Gespräch auf dem Spielplatz belauschen durfte, bei dem eine Mutter lang und breit darlegte, dass ihre Kleine niemals geschrien hätte, weil sie im Elternbett schläft, bei Bedarf gestillt wird und so alles direkt bekommt, was sie möchte. Sie könne gar nicht verstehen, wieso man das anders macht. Das Kind war übrigens ein gutes Jahr alt. Super, dachte ich mir, dass das bei euch so toll klappt. Hat es bei uns aber leider nicht. Auch wir hatten Klein-E. in unserem Bett und ich habe immer gestillt, wenn sie gekräht hat. Leider war danach aber nicht notwendigerweise Ruhe. Unsere Anwesenheit hat sie davon abgehalten, zur Ruhe zu kommen. Je größer sie wurde, desto mehr Schwierigkeiten hatte sie, unser Bett als Schlafplatz und nicht als Spielplatz zu sehen. Ich will absolut nicht für das Schlaftraining missionieren, aber sehr wohl dafür sensibilisieren, dass es gute Gründe dafür gibt. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und es war insgesamt deutlich weniger schlimm als befürchtet.