Homegrown Terrorism – Willkommen im Trotzalter

„Wääääääääh. Wäääääh!!!!!!“ Ich spreche nur sehr wenig Kleinkind, aber übersetzt dürfte das so in etwa heißen: Du bist die gemeinste Mutter der Welt. NIE darf ich irgendwas. E. ist jetzt 16 Monate alt, definitiv kein Baby mehr und bereits voll in der Trotzphase. Heute waren wir auf dem Amt um einen Kinderausweis zu beantragen. Ich hatte damit bis zum Beginn der Osterferien gewartet in der irrigen Annahme, dass dann dort weniger los wäre, weil dann alle bereits mitsamt ihren Reisepässen im sonnigen Süden weilen würden. Tja, war leider nicht so. Brechend voll war’s. Da half auch nicht mehr die Kleinkindvorzugsbehandlung mit der Sondernummer. Zwar wurden wir vorgezogen, mussten aber trotzdem ca. 30 Minuten warten, was E. wohl eher wie 30 Tage vorkam. Als blutige Anfängermutti hatte ich natürlich nicht mal an irgendein Spielzeug oder Buch gedacht.

Es gelang mir, sie mit Hilfe der zahlreichen ausliegenden bunten Broschüren ein Weilchen zu beschäftigen, bis die Katastrophe eintrat und zwar in Form eines unschuldigen kleinen Kindes, etwas älter als E. und deutlich ruhiger. Dieses Kind hatte. eine. Breze. Oh Schreck. Kinderlose Menschen haben wahrscheinlich keine Ahnung, was eine Breze in der Hand eines anderen Kindes auslösen kann. Entschlossen stapfte E. auf den Zwerg zu. Ich konnte sie gerade noch rechtzeitig abfangen. Und schon setzte das Gebrüll ein. Ich liebe Psychologenratschläge für Trotzanfälle, so ungefähr: Vermeiden Sie vorausschauend Situationen, die ihr Kind frustrieren könnten. Also, ich verbiete hiermit allen Muttis ihren Kindern eine Breze zu kaufen, wenn mein Trotzköpfchen gerade keine hat. So erledigt. Wie einfach war das denn bitte?

Nachdem mit dem Brezn-Vorfall schon mal eine gute Wutgrundlage gelegt wurde, konnte es nun munter weiter gehen. Auslöser waren ein von mir unterbundener Versuch, sich eines fremden Sitzplatzes zu bemächtigen und eine generelle Frustration, weil die fiese Mutti einen nicht das Büro des netten Beamten umräumen lässt. Gott sei Dank, zauberte der ein paar Spielsachen hervor, als ich schon dachte, E. würde als Terroristin auf eine No-Fly-Liste gesetzt. Der arme Mann kannte das bestimmt schon.

Ich weiß, es geht den meisten Eltern ähnlich und es liegt nicht an meiner ganz persönlichen Unzulänglichkeit als Mutter, aber gerade an solchen Tagen sehe ich sonst ausnahmslos brave Kinder. Ich habe meine Mutter im Ohr, die fragt: „Na, ist E. auch schön geduldig?“ Oder diese Mutter aus der Spielgruppe, die mich total entgeistert anstarrt, als E. ihrem Kind ein Spielzeug wegnehmen wollte, so als könnte sie überhaupt nicht verstehen, wie es dazu kommen kann (obwohl ich eingeschritten bin und sowas alle Nase lang gemacht wird und zwar von allen Kindern). An guten Tagen weiß ich, dass ein geduldiges Kleinkind ungefähr so häufig ist wie ein rosa Einhorn und dass alle Kinder die Regeln des Miteinanders erst nach und nach lernen. An schlechten Tagen verputze ich die letzte Schokolade, trinke einen Milchkaffee nach dem anderen und versuche mich nicht wie die schlechteste Mutter auf dem Planeten zu fühlen.

Die Frage, wie man es denn nun richtig macht, habe ich noch nicht beantwortet. Meistens versuche ich E. ruhig zu erklären, warum etwas gerade nicht geht. Das machen praktisch alle Eltern so, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass dieser vermeintlich einfühlsame Ansatz vor allem an die Zuschauer solcher Dramen adressiert ist. Seht her, ich lasse nicht alles durchgehen, werde aber auch nicht sauer, sondern reagiere pädagogisch wertvoll. Wurscht, dass das Kind noch kein Wort davon versteht. Ich komme mir dabei immer sehr lächerlich vor. Ablenken funktioniert manchmal, gerne mit einer Reiswaffel. Oft aber eben auch nicht. Ich fürchte, da kommt noch so manche Herausforderung auf uns zu. Ich geh mir dann erstmal einen Milchkaffee kochen…

Unser Lieblingsspielzeug – Geschenkideen für Kinder ab ca. 12 Monaten

Bevor Baby E. ein Jahr alt war hatte sie kaum Spielzeug. Die Umwelt war für sie interessant genug und eigenständiges Spielen entwickelt sich sowieso erst nach und nach. Aus diesem Grund haben wir erst zu ihrem ersten Geburtstag und kurz darauf zu Weihnachten so richtig angefangen, für sie Spielzeug zu kaufen. Da ich mich selber ziemlich schwer getan habe, mich für irgendwas zu entscheiden, möchte ich einfach mal aufschreiben, was bei uns letztlich gut ankam.

  1. Erstes Lernen: Wörter StapelwürfelEin Geschenk der Großeltern. Die Würfel sind mit Bildern von Lebensmitteln, Kleidung, Spielzeug, Tieren… versehen und stapelbar. Baby E. liebt es, die Würfel ineinander zu stecken oder sich die Bilder anzuschauen und sich von mir das dazugehörige Wort sagen zu lassen.
  2. Die drei Spatzen – Pappbilderbuch Unser Gute-Nacht-Klassiker. Ich kann’s mittlerweile auswendig so oft haben wir das schon vorgelesen. Der Text ist ein Gedicht von Christian Morgenstern, die Bilder sind witzig und süß.
  3. Bunte Bausteine mit kleinen Extras Die haben wir schon eine Weile und trotzdem werden sie immer wieder begutachtet und gestapelt.
  4. Hexenhaus Bei Ikea entdeckt und gleich mitgenommen. Auch wenn ein kleines Kind die Geschichte von Hänsel und Gretel noch nicht kennt und selbst auch noch nicht wirklich mit Puppen spielt, macht es Baby E. großen Spaß, das Haus und die Puppen genau anzuschauen und sich von mir etwas vorspielen zu lassen.
  5. Bobby Car Der Klassiker schlechthin – den hat wahrscheinlich eh jeder. Erwähnen möchte ich den kleinen roten Flitzer trotzdem, denn Baby E. ist stolz wie Oskar wenn sie durch die Wohnung fährt – ganz flott und ganz selbständig!
  6. SandspielzeugSinnvoll sobald das Kind sitzen und greifen kann (und die passende Jahreszeit ist). Aktuell eingemottet, aber die kleine Gießkanne erfreut sich als Badeaccessoire großer Beliebtheit.
  7. Brio Ameise Das Brio-Design ist vielleicht nicht für jeden Geschmack, aber uns gefällt es gut. Die Ameise hat ein Ei auf dem Rücken, dass sich um sich selbst dreht, wenn man die Ameise bewegt. Wir könnten da stundenlang zuschauen. Die Kleine legt der Ameise auch gerne andere Bauklötze auf den Rücken, die sich natürlich nicht drehen. Spaß macht es ihr trotzdem.
  8. Einfache Musikinstrumente Hier ist die Auswahl groß. Wir haben ein Xylophon und verschiedene Rasseln. Das Klavier von Papa ist auch schwer angesagt 😉
  9. Oball mit Rassel Der Oball geht definitiv auch schon für Babies. Im Endeffekt kann man damit nicht wirklich viel machen, außer greifen. Die Kleinen finden das aber megaaufregend. Unserer ist leider abhanden gekommen, das Zweitexemplar bei den Großeltern ist dafür umso beliebter.
  10. Ein richtiger Große-Kinder-Ball Sobald das Kind stehen und an der Hand gehen kann, kann es auch gegen einen Ball kicken. Nicht zuletzt deswegen ist „Ba!“ein wichtiges Wort in Baby E.s Wortschatz geworden. Es macht einfach Spaß – auch wenn Mamas Rücken leidet.

So war der Februar – Die 2015 Challenge

Der Februar ist nicht gerade mein Lieblingsmonat – eigentlich warte ich nur noch auf den Frühling und versuche das graue, nasskalte Wetter irgendwie auszublenden. In diesem Jahr hat das ganz gut geklappt, denn ich war und bin schwer mit den Vorbereitungen für meine erste Klausur an der FernUni Hagen beschäftigt. Darunter haben sowohl die Essensplanung als auch der Sport gelitten. Ich musste mich abends einfach öfter nochmal hinsetzen und ein paar Aufgäbchen durchrechnen.

Essen

Insgesamt bin ich ganz zufrieden. Ich merke vor allem einen Effekt: Ich esse weniger, bin schneller satt und zufrieden. Woran das genau liegt kann ich nicht sagen, aber es macht sich bemerktbar, denn genaugenommen habe ich in diesem Monat relativ wenig auf die Einhaltung meiner Vorsätze geachtet. Es gab abends öfter auch mal Kohlenhydratreiches (auch aus Gesundheitsgründen s.u.) oder etwas vom Lieferdienst, weil ich nicht mehr zum Kochen gekommen bin. Zum Frühstück gibt es jetzt in der Regel Overnight Oats (ca. 4 El Haferflocken und 1 EL Chiasamen mit Milch aufgießen und über Nacht im Kühlschrank quellen lassen) mit Obst. Das macht extrem satt und der Vormittagssnack kann ausgelassen werden.

Sport

Auch hier war ich nicht so strebsam wie ich eigentlich hätte sein wollen. Auch hier ist der Klausurstress Hauptgrund. Oder wie gestern: Kind wacht mitten in der abendlichen Sportsession auf und braucht ewig, um wieder einzuschlafen. Ich bin dann schon müde und ein klein wenig Haushalt muss auch noch gemacht werden. Mist! Immerhin bin ich mit Zumba schon wieder ganz gut dabei. Zu Yoga ist es leider zuletzt nicht mehr gekommen, weil mein Laptop einen weg hat und die letzte Fitness-DVD, die ich eingelegt hatte, nicht mehr hergeben wollte. Jetzt fürchte ich um meine heißgeliebte Brigitte Power Yoga-DVD. Mal schauen, ob ich mich heute Abend an das Teufelsgerät traue.

Entspannung

Ich geb mir wirklich Mühe locker zu bleiben. Leider habe ich eine sehr schwere Form von PMS, auch PMDD genannt, die mich mind. für eine Woche im Monat von jetzt auf gleich in ein totales Nervenbündel verwandelt. Ich hatte das Thema ein wenig vernachlässigt, auch weil ich noch nach der Stillzeit eine Weile kaum Symptome hatte. Ab diesem Monat bekämpfe ich das Ganze wieder aktiv mit mehr Kohlenhydraten, Nahrungsergänzung (Vitamin D und Calcium) und Sport. Bisher hat das immer sehr gut gewirkt, ich hoffe auch diesmal.

Kürzlich habe ich mit Hilfe meiner Schwiegermutter das Häkeln angefangen. Ich arbeite an meinem ersten Schal und finde es seeehr entspannend.

Fazit

Das allertollste: Ich bin mit meinem BMI wieder im Bereich des Normalgewichts! Ich habe trotz der nicht optimalen Anstrengung ein Kilo abgenommen und bin absolut zufrieden. Im März möchte ich mich wieder mehr bewegen und hoffentlich auch wieder das Abnehmtempo etwas steigern.

12 gemeinsame Aktivitäten (+1) – Kleine DIY-Idee für den Valentinstag

Ich schenke sehr gerne – mit einer Ausnahme. Mein Mann ist irre schwer zu beschenken, weil er sich selten etwas explizit wünscht und auch nix durchblicken lässt. Ich muss mir dann irgendwas ausdenken und hoffen, dass er sich drüber freut. Tut er meistens, aber nicht so richtig, richtig dolle wie das bei einem erfüllten Herzenswunsch der Fall wäre.

Da mit materiellen Geschenken allein also keine Begeisterung herzustellen ist, habe ich mir (für Weihnachten in unserem Fall) eine Kleinigkeit ausgedacht, die erstmal nichts kostet, mittelfristig aber viel mehr gibt als Geld, nämlich Zeit.

Jede Karte steht für einen Monat und eine dazugehörige Aktivität, die ich organisiere und die wir dann gemeinsam (hoffentlich) genießen werden. Perfekt als kleine Aufmerksamkeit für den bevorstehenden Valentinstag und super schnell gemacht.

Und das habe ich geplant:

12(1)datesDazu gab’s noch eine Extrakarte als Gutschein für den ersten Latte Macchiato in Berlin – unserer zukünftigen Heimat, wenn alles so läuft wie geplant.

Den Spieleabend haben wir übrigens schon gemacht. Mein Mann hat mich bei Mensch ärgere dich nicht so was von platt gemacht und wir haben viel gelacht. Eine schöne Abwechslung zu unserer sonstigen Abendgestaltung, die sehr häufig darin besteht, dass jeder auf sein Tablet starrt. Ich kann’s also nur empfehlen.

Essensplanung – Die Grundlage für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung

ORGANIC FOOD

Das Essen für eine Woche zu planen ist für mich der Schlüssel zu einer guten, abwechslungsreichen Ernährung, gerade wenn man eine Familie irgendwie satt bekommen muss und selbst abnehmen möchte. Wenn ich abends ratlos vor dem Kühlschrank stehe, läuft es sonst nämlich gerne auf Pasta oder Lieferdienst hinaus und das muss ja nicht sein. Mein Wochenplan läuft immer von Samstag bis Freitag, weil Samstag der Großeinkauf erledigt wird. Frische Zutaten kaufe ich dann unter der Woche noch nach. So ist grob meine Vorgehensweise:

  • Ich suche mir passende Rezepte aus meinen Lieblingskochbüchern, Blogs und alten Plänen heraus. Dabei berücksichtige ich die Saison und ggf. auch besondere Angebote meiner Supermärkte. Die Gerichte werden dann auf die einzelnen Tage verteilt.
  • Dabei Besonderheiten berücksichtigen: Wer ist da und isst mit? Wann gehen wir ggf. aus? Wann muss mein Mann Essen mit zur Arbeit nehmen?
  • Als ich noch arbeiten gegangen bin, habe ich zu Wochenbeginn eher mit frischen Zutaten gekocht und dann zunehmend mit Tiefkühllebensmitteln, getrockneten Hülsenfrüchten etc. – einfach um nicht dauernd einkaufen gehen zu müssen.
  • Außerdem habe ich jeden Samstag nach dem Einkaufen eine Vorkochsession hingelegt und z. B. Gemüse gegrillt, Reis gekocht oder Salatsaucen vorbereitet. Da ich im Moment daheim bin, verzichte ich darauf, aber für Berufstätige würde ich sowas ganz klar empfehlen.
  • Es bietet sich an, einige gut skalierbare Gerichte (Chili, Gulasch!) in größeren Mengen zu kochen und einzufrieren oder die Reste mit zur Arbeit zu nehmen.
  • Leuten, die gerne mal unter der Woche abends ausgehen oder die erst mit dem regelmäßigen Kochen anfangen, würde ich empfehlen, anfangs noch nicht für jeden Tag ein Gericht einzuplanen, denn 1. muss man erstmal lernen, wie viele Reste man ggf. produziert, die dann noch am nächsten Tag gegessen werden können und 2. kommt ggf. an dem einen oder anderen Abend mal was dazwischen.
  • Mit der Zeit kann man sich ein kleines Standardrepertoire an fix zubereiteten Gerichten zulegen, die man im Schlaf zubereiten könnte. Bei mir ist das z. B. gebratener Lachs mit etwas Zitrone und Sojasauce, dazu Vollkornreis und ein scharfer Gurkensalat. Geht flott, ohne Rezept, ohne Nachdenken und alle sind zufrieden.
  • Falls man mal gar keinen Plan hat, wie man anfangen soll, einfach ein Hülsenfruchtgericht, ein Pastagericht, ein Hühnchengericht, einen Salat, eine Suppe… oder ein indisches, ein italienisches, ein deutsches, ein chinesisches Gericht…heraussuchen. Meistens setzt die Inspiration nach einer Weile von ganz alleine wieder ein.

Für jede Woche gibt bei mir es zwei Einkaufslisten – eine für den Großeinkauf und eine für die frischen Sachen, die dann jeweils noch zu besorgen sind.

Ein typischer Plan schaut bei mir so aus:

Organic Roast

Wenn mein Mann mittags nicht mit isst, dann fällt das Ganze auch schon mal etwas schlichter aus (Avocadotoast mit Salat!), aber so grob sieht jede Woche bei uns aus. Es ist natürlich ein riesiger Vorteil, dass mir sowas auch einfach Spaß macht, denn etwas Zeit braucht man schon für Planung, Einkauf und Zubereitung. Mir bleibt aber auch gar nicht übrig, denn ich mag gerne fein essen und außer mir kann hier keiner kochen. Dafür essen aber alle gerne, was ich so produziere und das ist doch auch schon was – auf jedenfall eine schöne Motivation 🙂

So war der Januar – Die 2015 Challenge

Sooo, das war der Januar. Ich bin insgesamt ganz zufrieden und zwei Kilo leichter. Wahrscheinlich hätte es mehr sein können, aber das Leben kommt halt immer mal dazwischen – in meinem Fall in Form von zwei fiesen Infekten. Bereits um Weihnachten herum hat es mich das erste Mal erwischt. Das ging noch relativ flott wieder vorbei. Alles lief wunderbar mit Sport und Ernährung als es mich zum zweiten Mal traf, diesmal mit einer hartnäckigen Erkältung, die nun schon mehr als zwei Wochen andauert und nicht so richtig verschwinden will. Blöd ist das.

Sport

An Sport ist noch nicht wieder zu denken. Ich hatte zwischendurch schon mal wieder losgelegt und promt die Quittung kassiert. Der Husten war wieder voll da und auch der Schnupfen wurde wieder schlechter. Nun hab ich erstmal Sportverbot vom Lieblingsdoktor und versuche mein Aktivitätslevel mit langen Spaziergängen aufrecht zu erhalten.

Als ich noch Sport machen konnte, war ich allerdings sehr happy mit der Kombi aus Steppen, Zumba und Power Yoga/Pilates immer schön abwechselnd. Dazu 1-2 Spaziergänge inkl. Besorgungen am Tag und ich fühl mich pudelwohl. Ich hoffe, nächste Woche wieder durchstarten zu können, denn an Motivation und Energie mangelt es nicht, nur an Luft *hust* 😉

Essen

Mit dem Essen bin ich total happy. Da ich schon immer Menüpläne gemacht und gesund gekocht habe, war der Einschnitt auch nicht so schwierig. Abends auf Kohlenhydrate zu verzichten, fällt mir erstaunlich leicht und ich habe insgesamt nicht das Gefühl, auf Diät zu sein. So habe ich mir das vorgestellt. Während der schlimmsten Krankheitsphase musste ab und an der Lieferdienst für’s Essen sorgen. Pizza und Chicken Tikka schlagen halt dann schon auf’s Gewicht durch, was ich aber nicht schlimm finde, wenn man sonst bewusst isst.

Im Normalfall gibt es morgens zwei Scheiben Vollkorntoast mit Butter und Marmelade (ohne Zucker, gerne mit Chiasamen). Zwischendurch bei Bedarf einen Kaffee, etwas Obst oder ein kleines Müsli (selbstgemacht). Mittags dann eine größere Mahlzeit mit komplexen Kohlenhydraten, Gemüse, ggf. Fleisch oder Fisch. Je nachdem, ob der Gatte mittags daheim ist, wird mehr oder weniger Aufwand betrieben. Abends gibt es dann eine leichte Gemüsemahlzeit, eine Suppe oder einen Salat – auf jeden Fall Low Carb. Nachmittags gibt es auch schon mal ein Stück zuckerarmen Vollkornkuchen. Generell plane ich nur Gerichte ein, die mir auf jeden Fall schmecken werden, so dass ich nach der Mahlzeit auch wirklich zufrieden bin.

Entspannung

Ich gebe mir wirklich mühe, entspannnt zu sein und zu bleiben. Klappt nicht immer, aber immer öfter. Ich versuche, Leute generell etwas freundlicher zu betrachten und nicht immerzu bis zum Beweis des Gegenteils davon auszugehen, dass es sich um Idioten handelt. Nun ja, als mein Mann letztens nach einer langen, anstrengenden Schicht nach Hause kam und dann noch total gestresst war, weil irgendein cleveres Kerlchen sich in unserer Tiefgarage quer vor die anderen Parkplätze mitten in den Weg gestellt hat, so dass unser Auto kaum mehr auf unseren Platz zu manövrieren war, konnte ich mir eine kleine passiv-aggressive Notiz nicht ganz verkneifen. Man muss es ja auch nicht gleich übertreiben mit der positiven Einstellung 😉 In diesem Bereich ist also auf jeden Fall noch Luft nach oben.

Das wäre also der Zwischenstand: Minus 2kg, krankheitsbedingte Sportpause, trotzdem ungebrochene Motivation. Auf geht’s in den Februar!

Hühnerbrust in Joghurtmarinade mit vietnamesischem Salat

Eines meiner Lieblingskochbücher ist A Change of Appetite von Diana Henry. Ich finde immer wieder leckere Gerichte, die ich genau so probiere, wie sie im Buch stehen und wurde bislang nicht enttäuscht. Manche Rezepte dienen mir aber eher als Inspiration, um dann etwas Eigenes daraus zu machen. Dieses Rezept basiert auf ihrem Vietnamese Table Salad, der für mich zwar lecker klang, aber zum Abendessen nach einem langen Tag auch etwas umständlich erschien. Man rollt die Zutaten nämlich bei Tisch selbst in ein Salatblatt und tunkt es in einen Dip. Meine Version bringt das Gemüse einfach als Salat auf den Tisch, der Dip wird zum Dressing und das Huhn wird leicht indisch angehaucht mariniert und dann im Ofen gegrillt. Herausgekommen ist ein feines, leichtes und wunderbar sonnig schmeckendes Low Carb-Abendessen.

Hühnerbrust in Joghurtmarinade mit vietnamesischem Salat

für zwei Personen

Für das Huhn:

  • 400g Hühnerbrust
  • 1 TL Zitronengras aus dem Glas
  • 2 gepresste Knoblauchzehen
  • 1 EL neutrales Öl
  • 1 Becher Joghurt
  • 1 TL Garam Masala
  • Salz

Für das Dressing:

  • 4 gehackte Knoblauchzehen
  • 1 TL Sambal Oelek
  • 2cm klein geschnittener Ingwer
  • Saft von 2 Limetten
  • 8 EL Fischsauce
  • nach Belieben (insbesondere wenn man es nicht so gerne sehr sauer hat) etwas neutrales Öl

Für den Salat

  • 1 kleine, noch etwas unreife Mango
  • 3 Möhren in Juliennes geschnitten
  • 1 Zucchini oder 1/2 Gurke in Juliennes geschnitten
  • opt. 100g Sprossen
  • 1 Bund Koriander
  • opt. ein paar Minzeblättchen
  • 125g Blattsalat

Zunächst muss das Fleisch für ein paar Stunden mariniert werden. Dazu Zitronengras, Knoblauch, Öl und Garam Masala mit Joghurt verrühren, mit dem Fleisch mischen und ab in den Kühlschrank.

Ofengrill auf 200 Grad vorheizen. Die Marinade vom Fleisch gut abschütteln und in eine leicht gefettete ofenfeste Form geben. Ca. 20-30 Minuten im Ofen grillen, bis das Fleisch etwas gebräunt ist. Ich habe gegen Ende die Temperatur nochmal für ein paar Minuten erhöht.

Für das Dressing alle Zutaten plus etwas Öl und/oder Wasser mit dem Pürierstab mixen und abschmecken. Wem es dann immer noch zu sauer ist, der kann etwas Puderzucker hinzugeben. Ich mag das aber gerne so.

Die Mango in kleine Stückchen schneiden. Mit den restlichen Salatzutaten in eine Schüssel geben. Sobald das Fleisch fertig ist, das Dressing unter den Salat mischen und alles zusammen servieren.