Essensplanung – Die Grundlage für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung

ORGANIC FOOD

Das Essen für eine Woche zu planen ist für mich der Schlüssel zu einer guten, abwechslungsreichen Ernährung, gerade wenn man eine Familie irgendwie satt bekommen muss und selbst abnehmen möchte. Wenn ich abends ratlos vor dem Kühlschrank stehe, läuft es sonst nämlich gerne auf Pasta oder Lieferdienst hinaus und das muss ja nicht sein. Mein Wochenplan läuft immer von Samstag bis Freitag, weil Samstag der Großeinkauf erledigt wird. Frische Zutaten kaufe ich dann unter der Woche noch nach. So ist grob meine Vorgehensweise:

  • Ich suche mir passende Rezepte aus meinen Lieblingskochbüchern, Blogs und alten Plänen heraus. Dabei berücksichtige ich die Saison und ggf. auch besondere Angebote meiner Supermärkte. Die Gerichte werden dann auf die einzelnen Tage verteilt.
  • Dabei Besonderheiten berücksichtigen: Wer ist da und isst mit? Wann gehen wir ggf. aus? Wann muss mein Mann Essen mit zur Arbeit nehmen?
  • Als ich noch arbeiten gegangen bin, habe ich zu Wochenbeginn eher mit frischen Zutaten gekocht und dann zunehmend mit Tiefkühllebensmitteln, getrockneten Hülsenfrüchten etc. – einfach um nicht dauernd einkaufen gehen zu müssen.
  • Außerdem habe ich jeden Samstag nach dem Einkaufen eine Vorkochsession hingelegt und z. B. Gemüse gegrillt, Reis gekocht oder Salatsaucen vorbereitet. Da ich im Moment daheim bin, verzichte ich darauf, aber für Berufstätige würde ich sowas ganz klar empfehlen.
  • Es bietet sich an, einige gut skalierbare Gerichte (Chili, Gulasch!) in größeren Mengen zu kochen und einzufrieren oder die Reste mit zur Arbeit zu nehmen.
  • Leuten, die gerne mal unter der Woche abends ausgehen oder die erst mit dem regelmäßigen Kochen anfangen, würde ich empfehlen, anfangs noch nicht für jeden Tag ein Gericht einzuplanen, denn 1. muss man erstmal lernen, wie viele Reste man ggf. produziert, die dann noch am nächsten Tag gegessen werden können und 2. kommt ggf. an dem einen oder anderen Abend mal was dazwischen.
  • Mit der Zeit kann man sich ein kleines Standardrepertoire an fix zubereiteten Gerichten zulegen, die man im Schlaf zubereiten könnte. Bei mir ist das z. B. gebratener Lachs mit etwas Zitrone und Sojasauce, dazu Vollkornreis und ein scharfer Gurkensalat. Geht flott, ohne Rezept, ohne Nachdenken und alle sind zufrieden.
  • Falls man mal gar keinen Plan hat, wie man anfangen soll, einfach ein Hülsenfruchtgericht, ein Pastagericht, ein Hühnchengericht, einen Salat, eine Suppe… oder ein indisches, ein italienisches, ein deutsches, ein chinesisches Gericht…heraussuchen. Meistens setzt die Inspiration nach einer Weile von ganz alleine wieder ein.

Für jede Woche gibt bei mir es zwei Einkaufslisten – eine für den Großeinkauf und eine für die frischen Sachen, die dann jeweils noch zu besorgen sind.

Ein typischer Plan schaut bei mir so aus:

Organic Roast

Wenn mein Mann mittags nicht mit isst, dann fällt das Ganze auch schon mal etwas schlichter aus (Avocadotoast mit Salat!), aber so grob sieht jede Woche bei uns aus. Es ist natürlich ein riesiger Vorteil, dass mir sowas auch einfach Spaß macht, denn etwas Zeit braucht man schon für Planung, Einkauf und Zubereitung. Mir bleibt aber auch gar nicht übrig, denn ich mag gerne fein essen und außer mir kann hier keiner kochen. Dafür essen aber alle gerne, was ich so produziere und das ist doch auch schon was – auf jedenfall eine schöne Motivation 🙂

Aufräumen, entrümpeln, Ordnung schaffen

Ich habe eine geheime Leidenschaft: Ich liebe Hausarbeit. Würde man jetzt spontan gar nicht drauf kommen, wenn man meine Wohnung sieht. Liegt natürlich alles nur am Kind, sonst wäre es hier superordentlich. Leider muss sich diese Leidenschaft meine Zeit mit den ganzen anderen spaßigen Interessen (kochen, lesen, nähen, lernen…) teilen, die ich habe. Im Moment hat es mich mal wieder gepackt und zwar dank einer einzigen Idee, die sich in meinem Kopf festgesetzt hat und mich nicht mehr loslässt: Ich möchte mich von allem trennen, das mir keine Freude bereitet.

Die Idee stammt von Marie Kondo, einer japanischen Ordnungsexpertin, deren Buch ich leider noch nicht gelesen habe. Hier ein kleines Video von der Dame:

Wie oft behält man Sachen, weil sie teuer waren oder bestimmt mal irgendwann noch gebraucht werden? Meiner Erfahrung nach kommt der Tag, an dem diese Dinge dann tatsächlich zum Einsatz kommen, bloß nie. Sie nehmen nur Platz und Energie weg. Man muss um sie herum saubermachen, sie irgendwie organisieren und verwalten. Wozu das alles? Eben! Also, weg damit.

Bisher habe ich:

  • (Hör-)Bücher, Dekokram und Schuhe für einen Basar gespendet
  • Kleidung in die Kleidersammlung gegeben (Ein paar ausgemusterte Sachen durften noch für Nähübungen bleiben)
  • überzählige Putzmittel, abgelaufene Lebensmittel, billigen Schmuck entsorgt.

Ich versuche dabei immer so vorzugehen, wie Marie Kondo es vorschlägt: Jedes Ding einzeln in die Hand nehmen und überlegen, ob es mir Freude bereitet. Was passiert, wenn ich es entsorge? Wann habe ich es zuletzt benutzt? Wußte ich überhaupt noch von seiner Existenz? Hebe ich es etwa nur auf, weil es ein Geschenk war oder weil es teuer war?

Für mich ist das besser als Yoga. Es ist so befreiend, Kram loszuwerden. All das unnütze Zeug verstellt nur den Blick auf die Dinge, die ich wirklich mag. Das Buch von Marie Kondo wird demnächst angeschafft. Ich freue mich schon auf weitere Erkenntnisse! Wichtig ist natürlich auch, nicht wieder allen möglichen Unsinn anzusammeln. Ja ja, das ist meine Schwäche, aber ich arbeite daran. *ähem*