Wunderbar cremiges Grünkohlpesto

GrünkohlpestoGrünkohl ist ja zur Zeit so ein Trendgemüse und ich muss zugeben, ich habe immer innerlich ein wenig mit den Augen gerollt, wenn ich mal wieder irgendwo gelesen habe, wie tooooll der doch schmeckt. Nun ja, ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil: Grünkohl ist großartig!

Heute gab es Vollkornspaghetti mit Grünkohlpesto und es war so lecker, dass ich gleich nach dem Kochen am Morgen immer mal wieder in die Küche geschlichen bin, um ein winziges Pröbchen von der grünen Pampe zu probieren. Nur um sicher zu sein, dass es zwischenzeitlich nichts an leckerem Geschmack eingebüßt hat, ist doch klar! Auch dem Babymädchen hat es irrsinnig gut geschmeckt. Jeder Bissen wurden mit einem freudigen „Nam!“ kommentiert.

Grünkohlpesto

adaptiert aus Diana Henry – A Change of Appetite

  • 250g geputzter Grünkohl (oder gleich TK)
  • 25g Mandelmus (Henry nimmt hier Butter)
  • 4 EL Olivenöl
  • 10g gehackte Petersilie (gerne auch TK)
  • 2 Sardellen (alternativ am Ende mit Salz abschmecken)
  • 2 Knoblauchzehen (ich habe meinen confierten Knoblauch genommen)
  • 50g Parmesan
  • Chiliflocken oder Pfeffer nach Geschmack

Grünkohl in reichlich Wasser für ca. 5 Minuten kochen, abgießen und Wasser gründlich ausdrücken. Nun zusammen mit den restlichen Zutaten nicht allzu fein pürieren. Abschmecken. Zum Servieren mit (Vollkorn-)Pasta Pesto mit etwas Nudelwasser mischen und über die Nudeln geben.

Gesund leben – Die 2015 Challenge

Team Planning(2)

Wie schon angekündigt, geht es in 2015 für mich rund. Da ich noch daheim bin, will ich die Zeit gut nutzen und gesünder, fitter und zufriedener werden. Diäten finde ich blöd, ich möchte lieber kleine Änderungen dauerhaft umsetzen. Gesund ernährt habe ich mich schon immer. Meine Hauptprobleme sind Baguette, Croissants und fetter Käse gepaart mit genereller Disziplinlosigkeit. Über die Jahre haben sich diverse Pölsterchen angesammelt, aber ich habe mich nie so derartig unwohl gefühlt, dass ich mich zu einer echten Diät aufraffen konnte. Nachdem mir mittlerweile viele meiner Lieblingsklamotten nicht mehr passen und ich den Blick in den Spiegel lieber meide, ist es soweit: 2015 wird das Jahr, in dem ich endlich die lästigen Kilos loswerde und regelmäßig Sport mache. Angefangen habe ich zwischenzeitlich schon. Seit Anfang der Woche ist ein halbes Kilo weg ohne große Mühe. Die wesentliche Grundregel für mich lautet: viel Vollkorn und abends low carb. Wichtig ist mir dabei, dass das Essen Spaß macht. Ich liebe es in der Küche zu experimentieren und gute Sachen zu genießen, also nix mit Selleriestange und körnigem Frischkäse. In den letzten Tagen gab es z. B.

  • Vollkornreis mit Pilzen und Pak Choi, dazu scharfen Gurken-Möhrensalat
  • Hühnerbrust in Joghurtmarinade aus dem Ofen mit vietnamesischem Salat
  • Vollkornspaghetti mit Grünkohlpesto
  • Lachspfanne mit Vollkornreis und Gurkensalat

Ich habe Vollkornsemmeln und einen Vollkornkuchen gebacken und bin bislang sehr zufrieden!

Sportlich habe ich mich mit Zumba, Wii Fit und einem Präsenzkurs Wirbelsäulengymnastik verausgabt. Heute oder morgen bekomme ich außerdem einen Fitnessarmband, das mich hoffentlich daran erinnert, meinen Hintern vom Sofa zu erheben.

Für mich gehört zur Gesundheit nicht nur der Körper, auch Entspannung und Zufriedenheit sind wichtig. Yoga ist hierfür meine ganz große Liebe. Ich bin weder besonders gut darin, noch mache ich es täglich, aber es fühlt sich so, so gut an, einfach alles hinter sich zu lassen und ganz bei sich auf der Matte zu sein. Im Moment mache ich am liebsten Power Yoga, um gleichzeitig mein Sportpensum abzuarbeiten.

Das ist so im großen und ganzen der Plan. Wie es mir damit im Laufe des Jahres ergeht, werde ich berichten und natürlich auch leckere und gesunde Rezepte nicht vorenthalten.

Neustart 2015

  • Gute VorsätzeIch habe bisher nicht viel von guten Vorsätzen gehalten. Pünktlich zu Jahresbeginn ist der jeweilige Park in meiner Nähe nämlich voll mit nicht besonders fitten Leutchen, die keuchend und mit total verkniffener Miene ihre Runden drehen. Es versteht sich von selbst, dass die nach ein paar Wochen spätestens alle nicht mehr dort anzutreffen sind. Trotzdem möchte ich mich dieses Jahr unter die hoffnungslosen Optimisten mischen und mit ein paar guten Vorsätzen ins neue Jahr starten. Vielleicht klappt’s ja doch. Das Blog soll ein wenig dabei helfen, die Fort- und Rückschritte zu dokumentieren und mich motivieren, dranzubleiben.

Besser essen und Gewicht verlieren

Ich koche täglich und an sich auch ziemlich gesund. Dafür, dass ich mich aber relativ wenig bewege, esse ich aber zu reichhaltig und zu viel. Über die Jahre haben sich dadurch ein paar Röllchen angesammelt, die ich gerne los wäre. Dafür werde ich ab sofort wieder mehr auf meine Ernährung achten. Wie das genau ausschaut, werde ich mal in einem weiteren Post aufschreiben. Generell wird es aber weniger zwischendurch und weniger einfache Kohlenhydrate geben. Wie viel Gewicht genau runter soll, kann ich erst mit Gewissheit sagen, wenn meine neue Waage da ist. Ich schätze aber so ca. 8 kg. Klingt vielleicht für jemanden mit echten Gewichtsproblemen nicht so viel, aber ich fühle mich einfach nicht mehr wohl und das sollte meines Erachtens immer der Maßstab sein. Leider kann ich mich nicht mal auf Post-Baby-Speck rausreden, denn ich hatte nach der Entbindung weniger auf den Rippen als vor der Schwangerschaft.

 

Regelmäßiger Sport

Sport ist nicht mein Freund bisher. Ich komme aus einer total sportlichen Familie (meine Mama war lange Zeit Sportlehrerin, mein Bruder Leistungssportler) und habe mich schon öfter gefragt, ob ich vielleicht im Krankenhaus vertauscht wurde. In meiner lange zurückliegenden Jugend habe ich 3x pro Woche getanzt und nie irgendwelche Gewichtsprobleme. Mit den Jahren hat dann die Bequemlichkeit Einzug gehalten und ich bin ungefähr so fit wie ein durchschnittlicher 65-Jähriger. Ich gehe seit ein paar Monaten ein Mal pro Woche in einen Sportkurs, aber das reicht hinten und vorne nicht aus. Ziel ist zunächst 1x und mittelfristig 2x zusätzlich pro Woche zu Hause zu trainieren für jeweils mind. 30 Minuten.

 

Entspannt bleiben und netter sein

Ich bin ein echtes Rumpelstilzchen. Wenn sich jemand aus meiner Sicht blöd verhält, kann ich nicht darüber hinwegsehen, sondern muss was sagen. Meinen eher geduldigen Mann nervt das mitunter ganz schön. Während ich nämlich glaube, asoziale Zeitgenossen wie z. B. Drängler und Nichterstausteigenlasser im ÖPNV müssen zumindest irgendwie checken, dass andere Leute sehr wohl merken wie Scheiße sie sind, sieht er deren potentiellen Lerneffekt als gleich null an. Ich werde sicherlich nicht damit aufhören, Blödfönen ab und an die Meinung zu sagen, aber generell möchte ich freundlicher und lockerer bleiben. Es nützt der Menschheit schließlich auch nichts, wenn mein Blutdruck durch die Decke geht. Auch in diesem Sinne: Mehr Yoga!

Weniger Geld ausgeben

2015 ist für mich das zweite Jahr der Elternzeit und damit ein Jahr ohne Elterngeld und eigenes Einkommen, wenn man mal vom Betreuungsgeld absieht. Das war eigentlich so nicht geplant, erschien uns aber im Hinblick auf unsere Zukunftsplanung und den Erfahrungen im ersten Jahr als sinnvoll. Da mein Mann gut verdient, werden wir uns nicht extrem einschränken müssen, aber ich möchte auf jeden Fall weniger ausgeben. Eine wichtige Rolle spielt dabei, dass ich weniger Zeug haben will, dass niemand so richtig braucht, aber aus irgendwelchen Gründen mal angeschafft wurde. Wir sind eigentlich jetzt schon recht bescheiden was materielle Dinge angeht. Die beiden Bereiche, in denen wir mehr ausgeben als der Durchschnitt sind Lebensmittel und Kleidung. Urlaub, Auto etc. spielen bei uns keine große Rolle. Für mich ist es besonders schwer, mich in den beiden genannten Kategorien einzuschränken, aber ich will versuchen, besser zu planen und weniger spontan zu kaufen. Wir haben außerdem monatliche Budgets, die ich in Zukunft gerne besser einhalten möchte.

 

Das ist schon eine ganze Menge, was ich mir so vorgenommen habe. Ich werde regelmäßig berichten und natürlich interessieren mich auch Eure Vorsätze und Fortschritte 🙂

 

1 Jahr und eine Erkenntnis

Kneif mich mal einer. Das Kind ist ein ganzes, volles Jahr alt! Eben habe ich doch noch… Aber lassen wir das. Ich weiß, es geht allen Eltern so. Wir spüren die Veränderung, die diese Zahl mit sich bringt ganz deutlich. Baby E. (ich kann noch nicht aufhören, sie als Baby zu bezeichnen) hat sich von einem kleinen Bündel mit Bedürfnissen zu einem Kind mit einem eigenen Kopf entwickelt. So langsam geht es also auch los mit der Erziehung. Es ist schon witzig: Bevor das Kind kam, habe ich mich immer gefragt, wie das Muttersein wohl aussieht. Mittlerweile habe ich begriffen, dass es das EINE Muttersein nicht gibt, sondern verschiedene Phasen, in denen ich jeweils eine andere Rolle für mein Kind spiele. Ein Neugeborenes braucht eine andere Mama als ein erwachsenes „Kind“ und dazwischen gibt es so viele Stufen, Sprünge und Wendungen, dass ich mich auch immer wieder verändern und anpassen muss. Ha, riesen Erkenntnis!

Es war ein anstrengendes, oft schwieriges, aber auch wunderbares Jahr. Wir haben so viel gelacht und gealbert, unseren Alltag neu entdeckt, unser Herz verloren und dann unser Leben ein klein wenig zurückerobert. So darf es gerne weitergehen. In diesem Sinne: Schöne Feiertage!

Last Minute Weihnachtsgeschenke

Ach ja, Weihnachten – das Fest der Geschenke Liebe. Ich gehöre zu den Leuten, die bereits in der Sommerhitze mit der Geschenkeplanung für die Lieben anfangen. Ich weiß, da bin ich in der Minderheit, aber ich hab’s nunmal gerne erledigt. So! In diesem Jahr wollte ich gerne ein paar selbstgemachte Kleinigkeiten an Familie und Freunde verschenken, die eigentlich schon alles haben und ganz sicher keinen weiteren Staubfänger gebrauchen können. Da jeder gerne isst, finde ich kleine Leckereien immer passend. Ich habe also das Internet nach Rezepten durchwühlt, Kochbücher gewälzt, Bastelutensilien besorgt und probegekocht.

Vielleicht gerade noch rechtzeitig, möchte ich Euch die Ergebnisse zeigen, mit denen ich seeeeehr zufrieden bin. Ich hoffe, die Beschenkten freuen sich. Hier ein Bild vom Endergebnis:

2014-12-22 09.36.34Im Korb sind folgende Sachen:

  • Mix für Tassenkuchen
  • Risottomix mit getrockneten Tomaten und Steinpilzen
  • Lebkuchenzucker
  • Quittenkonfitüre
  • Clementinen-Aperol-Gelee
  • Confierter Knoblauch
  • noch nicht gemacht, da verderblich: Kokos-Keks-Kugeln

Im Detail:

2014-12-22 09.14.28Den Mix für Tassenkuchen finde ich immer noch genial. Hier das Rezept. Verpackt habe ich den Mix zunächst in einer schlichten Zellophantüte (von dm) und mit einem Clip verschlossen. Diese Tüte habe ich dann in eine hübschere Papierversion gesteckt und mit einem bestempelten und mit dem Rezept beschrifteten Etikett verschlossen.

2014-12-22 09.07.33Für den Risotto-Mix (ergibt eine Tüte mit 2 Portionen) habe ich verwendet:

  • 200g Risottoreis
  • 20g getrocknete Tomaten
  • 20g getrocknete Steinpilze
  • 1 gehäufter EL italienische Kräuter

Noch hinzufügen:

  • ca. 1 l Gemüsebrühe
  • 100-200 ml Weißwein (sonst mehr Brühe)
  • Olivenöl zum Anbraten
  • eine kleine Zwiebel
  • geriebener Parmesan

Zur Zubereitung die fein gewürfelte Zwiebel im Olivenöl andünsten. Sie soll glasig werden, nicht braun. Dann die Reismischung hinzufügen und ebenfalls dünsten bis der Reis glasig ist. Nun zunächst mit dem Weißwein ablöschen. Sobald der Wein vom Reis absorbiert ist, schöpflöffelweise die Brühe hinzufügen. Jedes Mal abwarten bis die Flüssigkeit weg ist und dabei fleißig rühren. Das Risotto ist fertig, wenn der Reis noch etwas bissfest ist, das Gericht aber ansonsten schön cremig. Abschmecken, Parmesan drüber und genießen.

So schaut das Ganze dann verpackt und mit Rezept versehen aus:

2014-12-22 09.12.47Das Rezept für die Lebkuchenzuckerherzen habe ich von hier und so schaut es bei mir fertig aus:

2014-12-22 09.15.32

Das Ganze ist wirklich denkbar einfach und geht ungefähr so: Zucker und Gewürze nach Geschmack (ich habe eine Lebkuchengewürzmischung verwendet) vermischen bis der Geschmack passt. Dann vorsichtig etwas Wasser hinzufügen bis die Konsistenz nassem Sand ähnelt. Dann die Mischung in eine Silikonpralinenform füllen und über Nacht auf einer Heizung gut durchtrocknen lassen. Das war’s auch schon.

Die Quittenkonfitüre und das Clementinen-Aperol-Gelee sind auf die übliche Marmeladenzubereitungsart entstanden, die Anleitung steht auf der Gelierzuckerpackung 🙂 So schauen die fertigen Gläser aus:

2014-12-22 09.16.442014-12-22 09.15.58Das Rezept für den confierten Knoblauch (und auch die Idee für das Clementinen-Aperol-Gelee) habe ich von dieser wundervollen Seite. Sehr lecker und kann auch wunderbar in einem Marmeladenglas verschenkt werden! 2014-12-22 09.14.42

Ich bin wirklich begeistert, wie einfach es war leckere Sachen zu zaubern statt wie üblich im Internetkaufhaus zu stöbern. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht und nun hoffe ich, dass es allen schmeckt!

Wie wir uns als Paar nach der Geburt verändert haben

Vor und auch noch während der Schwangerschaft habe ich mich oft gefragt, wie sich das Baby wohl auf unsere Ehe auswirken wird. Rücken wir noch näher zusammen oder wird das Kind die Nummer 1? Streiten wir uns nur noch vor lauter Stress? Verändern sich unsere Rollen? Die Sorge, dass unsere Ehe leiden könnte, war für mich ein konstanter Begleiter in der Schwangerschaft. Noch heute schaue ich meinen Mann manchmal an und kann mein Glück, ihn zu haben, kaum fassen. Dieses Glück wollte ich auf keine Fall riskieren. Nun, nach einem Jahr, ist ein guter Zeitpunkt um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Da kam die Blogparade von Top Elternblogs gerade recht:

Die erste Zeit nach der Geburt ist für viele Eltern erstmal ein Ausnahmezustand. Das gilt insbesondere für die Mama, die quasi rund um die Uhr mit dem Kind beschäftigt ist und sich auch selbst erst regenerieren muss. Vielleicht kommt es da dem einen oder anderen Vater so vor, als wäre er an die Seitenlinie verbannt worden. Das Spiel ist in vollem Gange, aber er ist nur noch Zuschauer. Bei uns war das ein wenig anders. Da Baby E. ein Schreikind war, musste er voll mitarbeiten. Die Bindung zu seiner Tochter ist sicher nicht zuletzt deswegen sehr eng. Als Paar sind wir erstmal auf der Strecke geblieben. Das ging gar nicht anders, wir waren im Überlebensmodus.

Mittlerweile ist der Alltag wieder eingekehrt und zumindest oberflächlich ist unser Leben ziemlich nah an der alten Normalität. Wir haben gemeinsame Zeit, wenn das Kind im Bett ist. Trotzdem ist nicht mehr alles wie vorher. Die Veränderungen sind subtil, nicht so leicht von außen sichtbar und vielleicht gerade deshalb so tiefgreifend.

Stress und Konflikte

Zweifelsohne erhöht ein Kind den Alltagsstress und es kommt vor, dass die Geduld restlos aufgebraucht ist. Gerade wenn die Nächte kurz sind, wird aus einer eigentlich harmlosen Frage (“Hast du mein blaues Hemd gesehen?”) schnell mal eine Anklage herausgehört (“Wieso ist die Wäsche eigentlich immer noch nicht erledigt?”), die vielleicht gar nicht da ist. Ein schiefer Blick, eine schnippische Antwort und das übermüdete Hirn erledigt den Rest. Ich denke, es ist nicht ungewöhnlich das man als Paar Zeit braucht, um sich an die neue Situation anzupassen. Eine zeitlang hat es öfters mal heftig gekracht.

Uns hat geholfen, nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Wir haben gelernt viel schneller zur Versöhnung zu kommen, schon weil wir uns vor Baby E. nicht so anzicken wollen, dass sie gegen uns erwachsen wirkt. Insgesamt nehmen wir uns mehr Zeit über Dinge zu sprechen und gehen mehr aufeinander ein. Ein echter Lerneffekt dank Baby!

Geld

Wir sind sehr verschieden in unserem Umgang mit Geld. Mein Mann spart gerne und ist sehr gewissenhaft und ich, äh, eher weniger. Eine große Sorge von mir war, dass er anfangen würde mir Vorschriften zu machen oder ich mich für jeden Pfennig rechtfertigen muss, wenn ich kein eigenes Einkommen mehr habe. Das hat weniger damit zutun, dass der liebe Ehemann so ein schlimmer Despot wäre (ist er nämlich nicht), sondern eher damit, dass mir sehr viel an meiner finanziellen Unabhängigkeit liegt.

Da wir beide der Meinung sind, dass man in einer festen Beziehung oder Ehe auch die Finanzen teilen sollte, haben wir seit wir zusammen wohnen ein gemeinsames monatliches Budget für alle Ausgaben. Das ist nicht in Stein gemeißelt, sorgt aber dafür, dass wir uns einmal im Monat über unsere Finanzen austauschen und wir alle diesbezüglichen Entscheidungen gemeinsam treffen. Ich bin froh, dass wir dieses Thema schon lange vor der Geburt geklärt hatten, denn Sprengstoff birgt es sicher genug.

Arbeitsteilung

Wir haben uns den Haushalt immer nach Möglichkeiten und Interessen aufgeteilt. Als wir beide gearbeitet haben, haben wir auch gleich viel gemacht. Jetzt bin ich zu Hause und mache damit auch mehr. Da haben wir ihn, den berühmten und oft beklagten Rückfall in die traditionellen Rollenmuster. Da wir aber eine Beziehung auf Augenhöhe haben (siehe Geld), finde ich das nicht wirklich schlimm.

Wichtig finde ich, dass jeder Beitrag gleich wichtig genommen wird und auch respektiert wird, was kein Geld bringt. Ich absolviere ein Fernstudium und es steht außer Frage, dass ich mir dafür Zeit nehme, auch wenn dann im Haushalt mal etwas liegen bleibt. Für mich ist das ein ganz entscheidender Punkt, über den ich viel nachgedacht habe in den letzten Monaten: Es geht meines Erachtens darum, alle Interessen und Beiträge als gleichwertig zu betrachten und nicht so sehr, alles in gleichem Maße bzw. gemeinsam zu tun.

Sex und Zeit als Paar

Als ich beschlossen habe, über die Veränderungen in unserer Paarbeziehung zu bloggen, habe ich natürlich auch meinen Mann gefragt, was sich aus seiner Sicht geändert hat. “Aaaalso, etwas weniger Sex haben wir schon…”, lautete die Antwort. Okay, das stimmt schon. Manchmal fallen wir einfach erschöpft ins Bett, manchmal fühle ich mich abends irgendwie “abgegriffen” nachdem den ganzen Tag ein Kind an mir dranhing und ich will mal für mich sein. Dramatisch ist diese Veränderung aber nicht, also bloß keine Panik im Vorfeld.

Wir sind auch schon vor dem Baby nie die großen Partygänger gewesen. Was uns schon manchmal fehlt, ist zu zweit auszuschlafen oder gemeinsam essen zu gehen. Ich würde aber nicht sagen, dass das irre schlimm. Wir machen es uns gerne daheim gemütlich, langweilig wie wir sind. Wir haben uns vorgenommen, die Tablets abends öfter mal auszulassen und mehr gemeinsam zu machen. Ich bin gespannt, ob es beim Vorsatz bleibt oder ob wir das tatsächlich schaffen.

 

Das sind aus meiner Sicht die wesentlichen Punkte, die sich in unserem Leben verändert haben. Wie bei allen Veränderungen ist halt immer die Frage, ob man dafür bereit ist und wie man damit umgeht. Ich habe zwar weder die Weisheit gepachtet noch führen wir eine problemfreie Vorzeigeehe, aber folgende Tipps möchte ich unqualifizierterweise weitergeben:

  • Nicht aus jeder Kleinigkeit eine Grundsatzdiskussion machen. Einmal tief durchatmen und sich klarmachen, dass der Partner auch müde ist und nicht immer perfekt sein kann.
  • Heikle Themen vorab abklären. Finanzen, Aufgabenteilung, Erwartungen… Je konkreter desto besser.
  • Sich öfter mal daran erinnern, wie man den Partner ganz zu Beginn der Beziehung gesehen hat und feststellen, dass dieser Mensch noch da ist.
  • Die Lebensphasen so akzeptieren, wie sie sind. Jetzt haben wir ein kleines Kind und all die Dinge, die wir nicht tun können, sind später wieder dran. Bis dahin konzentrieren wir uns auf das, was wir jetzt haben, nämlich ein glückliches Familienleben.

Kokos-Keks-Kugeln

Die Zeit vor Weihnachten ist bei mir, wie bei den meisten Leuten, extrageschäftig. Geschenke müssen besorgt, Basteleien angefertigt, Feierlichkeiten geplant werden… Dieses Jahr ist keine Ausnahme, allerdings habe ich schon einen ziemlich guten Vorlauf. Für den Gatten und Baby E. sind bereits alle Geschenke besorgt. Da die lieben Verwandten jeweils ein Körbchen mit Leckereien aus meiner Küche bekommen werden, ist an der Front auch schon alles geklärt. Aktuell probiere ich noch verschiedene Rezepte aus und entscheide dann, was in die Geschenke wandert.

Ein Gewinnerrezept sind diese Kokos-Keks-Kugeln, die sehr einfach zu machen sind und extrem lecker schmecken. Das Rezept habe ich aus dem wunderbaren Weihnachtsbuch von GU. Es gehört zu meine allerliebsten Kochbüchern und wird auch außerhalb des Advents gerne aus dem Schrank genommen, so schön ist es. Es enthält neben Plätzchenrezepten herzhafte Menüvorschläge für jeden Geschmack und viele Ideen für selbstgemachte Geschenke. Für Weihnachtsfans ist dieses Buch ein absolutes Muss!

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Das Rezept findet ihr auch online und zwar hier.