Last Minute Weihnachtsgeschenke

Ach ja, Weihnachten – das Fest der Geschenke Liebe. Ich gehöre zu den Leuten, die bereits in der Sommerhitze mit der Geschenkeplanung für die Lieben anfangen. Ich weiß, da bin ich in der Minderheit, aber ich hab’s nunmal gerne erledigt. So! In diesem Jahr wollte ich gerne ein paar selbstgemachte Kleinigkeiten an Familie und Freunde verschenken, die eigentlich schon alles haben und ganz sicher keinen weiteren Staubfänger gebrauchen können. Da jeder gerne isst, finde ich kleine Leckereien immer passend. Ich habe also das Internet nach Rezepten durchwühlt, Kochbücher gewälzt, Bastelutensilien besorgt und probegekocht.

Vielleicht gerade noch rechtzeitig, möchte ich Euch die Ergebnisse zeigen, mit denen ich seeeeehr zufrieden bin. Ich hoffe, die Beschenkten freuen sich. Hier ein Bild vom Endergebnis:

2014-12-22 09.36.34Im Korb sind folgende Sachen:

  • Mix für Tassenkuchen
  • Risottomix mit getrockneten Tomaten und Steinpilzen
  • Lebkuchenzucker
  • Quittenkonfitüre
  • Clementinen-Aperol-Gelee
  • Confierter Knoblauch
  • noch nicht gemacht, da verderblich: Kokos-Keks-Kugeln

Im Detail:

2014-12-22 09.14.28Den Mix für Tassenkuchen finde ich immer noch genial. Hier das Rezept. Verpackt habe ich den Mix zunächst in einer schlichten Zellophantüte (von dm) und mit einem Clip verschlossen. Diese Tüte habe ich dann in eine hübschere Papierversion gesteckt und mit einem bestempelten und mit dem Rezept beschrifteten Etikett verschlossen.

2014-12-22 09.07.33Für den Risotto-Mix (ergibt eine Tüte mit 2 Portionen) habe ich verwendet:

  • 200g Risottoreis
  • 20g getrocknete Tomaten
  • 20g getrocknete Steinpilze
  • 1 gehäufter EL italienische Kräuter

Noch hinzufügen:

  • ca. 1 l Gemüsebrühe
  • 100-200 ml Weißwein (sonst mehr Brühe)
  • Olivenöl zum Anbraten
  • eine kleine Zwiebel
  • geriebener Parmesan

Zur Zubereitung die fein gewürfelte Zwiebel im Olivenöl andünsten. Sie soll glasig werden, nicht braun. Dann die Reismischung hinzufügen und ebenfalls dünsten bis der Reis glasig ist. Nun zunächst mit dem Weißwein ablöschen. Sobald der Wein vom Reis absorbiert ist, schöpflöffelweise die Brühe hinzufügen. Jedes Mal abwarten bis die Flüssigkeit weg ist und dabei fleißig rühren. Das Risotto ist fertig, wenn der Reis noch etwas bissfest ist, das Gericht aber ansonsten schön cremig. Abschmecken, Parmesan drüber und genießen.

So schaut das Ganze dann verpackt und mit Rezept versehen aus:

2014-12-22 09.12.47Das Rezept für die Lebkuchenzuckerherzen habe ich von hier und so schaut es bei mir fertig aus:

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Das Ganze ist wirklich denkbar einfach und geht ungefähr so: Zucker und Gewürze nach Geschmack (ich habe eine Lebkuchengewürzmischung verwendet) vermischen bis der Geschmack passt. Dann vorsichtig etwas Wasser hinzufügen bis die Konsistenz nassem Sand ähnelt. Dann die Mischung in eine Silikonpralinenform füllen und über Nacht auf einer Heizung gut durchtrocknen lassen. Das war’s auch schon.

Die Quittenkonfitüre und das Clementinen-Aperol-Gelee sind auf die übliche Marmeladenzubereitungsart entstanden, die Anleitung steht auf der Gelierzuckerpackung 🙂 So schauen die fertigen Gläser aus:

2014-12-22 09.16.442014-12-22 09.15.58Das Rezept für den confierten Knoblauch (und auch die Idee für das Clementinen-Aperol-Gelee) habe ich von dieser wundervollen Seite. Sehr lecker und kann auch wunderbar in einem Marmeladenglas verschenkt werden! 2014-12-22 09.14.42

Ich bin wirklich begeistert, wie einfach es war leckere Sachen zu zaubern statt wie üblich im Internetkaufhaus zu stöbern. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht und nun hoffe ich, dass es allen schmeckt!

Leider sehr guter und sehr einfacher Schokotassenkuchen

Sooo, jetzt sind wir also mittendrin in meiner Lieblingsjahreszeit. Draußen weht ein kühler Wind, die Blätter fallen und erste Gedanken an Weihnachten stellen sich ein. In diesem Jahr bekommen die lieben Verwandten und Bekannten hauptsächlich Selbstgemachtes. Die Großeltern erwartet ein Fotobuch, das das erste Jahr von Baby E. dokumentiert. Außerdem verschenken wir kleine Körbchen mit Leckereien aus der Küche.

Bei der Suche nach passenden Rezepten, bin ich auf diese Mischung für einen Tassenkuchen gestoßen und, was soll ich sagen, gut isser. Verschenkt wird die Pulvermischung dann in einem Weckglas mit Anleitung. Hier aber erstmal das Ganze in fertiger Form:

2014-11-11 20.15.27Zugegeben, damit gewinnt man keine Schönheitspreis, aber allein der Duft, der aus der Mikrowelle durch die Wohnung weht… Hach ja. Man muss sich das mal vorstellen: Immer wenn man Lust auf Kuchen hat, greift man sich das Glas mit der Mischung, verrührt sie mit Öl und Milch, ab in die Mikro und nach 1-2 Minuten darf man genießen. Verrückt einfach sich ein wenig Hüftgold anzufuttern.

Dazu eine Tasse Kaffee und ein gutes Buch, dann kann von mir aus draußen die Welt untergehen. Gestern habe ich in einem Rutsch das Tagebuch einer Landhebamme von Rosalie Linner verschlungen. Ich liebe es, wie man durch ein Buch in eine fremde Welt reisen kann. Linners Berichte aus der bayerischen Provinz in der Nachkriegszeit klingen nämlich für heutige Mamas tatsächlich ziemlich weit weg, sind aber gerade deshalb so faszinierend. Es tut auch ganz gut, wenn man mal sieht, dass Kinder auch ohne viel Getue geboren werden und aufwachsen können.

Wo war ich? Ach ja, Kuchen. Hier das Rezept:

180g Mehl

150g Zucker

1 TL gemahlene Vanille

1 TL Zimt

3 EL Kakao

9g Backpulver

Das Ganze in einer Schüssel vermischen und in ein passendes Gefäß füllen. Fertig ist die kleine Sünde auf Vorrat.

Zur Zubereitung des Kuchens einfach 2 EL der Mischung in eine Tasse geben, dazu 1 EL Öl und 3 EL Milch. Alles richtig gut verrühren bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Dann ab in die Mikrowelle. Ich stelle immer 640 Watt und 1:20 Min. ein. Je nach Leistung der Mikrowelle muss die Zeit dann halt ein wenig angepasst werden. Kurz abkühlen lassen und dann genießen.

Zimtschnecken mit Haselnüssen

Das Leben ist zur Zeit ein klein wenig hektisch. Liegt ausnahmsweise mal nicht direkt am Nachwuchs, sondern an der Tatsache, dass mein Arbeitgeber mir ein sehr interessantes Jobangebot gemacht hat. Dafür müsste ich allerdings recht flott meine Elternzeit beenden. Eigentlich war der Plan, dass ich für zwei Jahre daheim bleibe und wir dann nach Berlin ziehen, weil mein Mann dort beruflich hin möchte. Eigentlich… Dann kam letzte Woche die Mail von meinem alten Chef, mit der ich nicht gerechnet hatte. Die Entscheidung haben wir noch rausgezögert, aber ewig kann man so eine E-Mail auch nicht unbeantwortet lassen. Bloß wie entscheiden?

Als kleine Denkhilfe gab es an diesem Wochenende herbstliche Zimtschnecken. Die sind sowas wie eine Obsession in unserem Haushalt. Meist haben wir eine Vorrat im Tiefkühlschrank. In den ersten Wochen nach der Entbindung zum Beispiel haben uns die Dinger so manchen müden Morgen gerettet.

Hier das leicht abgewandelte Rezept von der Brigitte. Ich mache immer gleich die doppelte Menge, weil sich der Zusatzaufwand in Grenzen hält. Außerdem habe ich die Hälfte des Zuckers für die Füllung durch gemahlene Haselnüsse ersetzt.

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Zimtschnecken

Für den Hefeteig:

500 ml Milch
2 Päckchen Trockenhefe (ohne Anrühren)
120 g Zucker
1000 g Mehl (Type 550)
200 g Butter
1 TL Salz

Für die Füllung:

100 g weiche Butter
100 g brauner Zucker

100g gemahlene Haselnüsse
1 TL Zimt

Für den Hefeteig:
Mehl und Hefepulver in einer Schüssel mischen.
Die Butter schmelzen (mache ich in der Mikro). Geschmolzene Butter, Zucker und Salz zum Mehl geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten. Hefeteig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Den halben (!) Teig zu einer Größe von etwa 50 x 35 cm ausrollen. Mehl brauche ich dafür nicht nochmal extra, kann man aber machen. Ich nehme eine Silikonbackunterlage für solche Ausrollsachen. Geht prima und man hat an den Kanten gleich die Maße.

Für die Füllung:
Butter weich werden lassen oder gleich schmelzen. Nüsse, Zucker und Zimt hinzufügen und verrühren. Die Hälfte der Masse auf dem ausgerollten Teig verstreichen. Keine Sorge, wenn die Füllschicht etwas mager wirkt, es schmeckt trotzdem! Mehr Füllung geht natürlich immer 😉 Teig von der langen Seite her aufrollen, so dass eine etwa 50 cm lange Rolle entsteht. Die Rolle in 12 einigermaßen gleich große Stücke schneiden und die Stücke mit der Schnittkante nach oben auf ein Backblech (mit Backpapier) legen. Noch einmal etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Backofen auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorheizen. Zimtschnecken 20 bis 25 Minuten auf der unteren Schiene backen. Die zweite Ladung wird dann einfach genauso gemacht. Falls zum Einfrieren gedacht, einfach nach dem Auskühlen in Gefrierbeutel füllen und ab in den Gefrierschrank. Man kann die Schnecken dann portionsweise auf einem Teller in der Mikrowelle auftauen. Warm schmecken sie am besten. Dazu eine Tasse Kaffee und alles ist gut!