Leider sehr guter und sehr einfacher Schokotassenkuchen

Sooo, jetzt sind wir also mittendrin in meiner Lieblingsjahreszeit. Draußen weht ein kühler Wind, die Blätter fallen und erste Gedanken an Weihnachten stellen sich ein. In diesem Jahr bekommen die lieben Verwandten und Bekannten hauptsächlich Selbstgemachtes. Die Großeltern erwartet ein Fotobuch, das das erste Jahr von Baby E. dokumentiert. Außerdem verschenken wir kleine Körbchen mit Leckereien aus der Küche.

Bei der Suche nach passenden Rezepten, bin ich auf diese Mischung für einen Tassenkuchen gestoßen und, was soll ich sagen, gut isser. Verschenkt wird die Pulvermischung dann in einem Weckglas mit Anleitung. Hier aber erstmal das Ganze in fertiger Form:

2014-11-11 20.15.27Zugegeben, damit gewinnt man keine Schönheitspreis, aber allein der Duft, der aus der Mikrowelle durch die Wohnung weht… Hach ja. Man muss sich das mal vorstellen: Immer wenn man Lust auf Kuchen hat, greift man sich das Glas mit der Mischung, verrührt sie mit Öl und Milch, ab in die Mikro und nach 1-2 Minuten darf man genießen. Verrückt einfach sich ein wenig Hüftgold anzufuttern.

Dazu eine Tasse Kaffee und ein gutes Buch, dann kann von mir aus draußen die Welt untergehen. Gestern habe ich in einem Rutsch das Tagebuch einer Landhebamme von Rosalie Linner verschlungen. Ich liebe es, wie man durch ein Buch in eine fremde Welt reisen kann. Linners Berichte aus der bayerischen Provinz in der Nachkriegszeit klingen nämlich für heutige Mamas tatsächlich ziemlich weit weg, sind aber gerade deshalb so faszinierend. Es tut auch ganz gut, wenn man mal sieht, dass Kinder auch ohne viel Getue geboren werden und aufwachsen können.

Wo war ich? Ach ja, Kuchen. Hier das Rezept:

180g Mehl

150g Zucker

1 TL gemahlene Vanille

1 TL Zimt

3 EL Kakao

9g Backpulver

Das Ganze in einer Schüssel vermischen und in ein passendes Gefäß füllen. Fertig ist die kleine Sünde auf Vorrat.

Zur Zubereitung des Kuchens einfach 2 EL der Mischung in eine Tasse geben, dazu 1 EL Öl und 3 EL Milch. Alles richtig gut verrühren bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Dann ab in die Mikrowelle. Ich stelle immer 640 Watt und 1:20 Min. ein. Je nach Leistung der Mikrowelle muss die Zeit dann halt ein wenig angepasst werden. Kurz abkühlen lassen und dann genießen.

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Herbstliche Geschenkverpackung

Die Zeit rast mal wieder und zwischen Kind, Haushalt und Studium bleibt aktuell wenig Zeit für mein kleines Blog. Ich quäle mich mit Mathematik und erheitere mein Umfeld mit peinlicher Unwissenheit auf diesem Gebiet so ca. ab dem Stoff der 5. Klasse. Jede Menge Arbeit liegt da also noch vor mir – toll, toll… Außerdem befindet sich mein Mann in den letzten Zügen seiner Doktorarbeit und auch da landet immer mal wieder etwas auf meinem Schreibtisch. Korrekturlesen, Administratives etc. pp.

Zwischendurch versuchen wir dann auch noch Zeit zu finden für unsere Freunde, was mit Kind gar nicht so leicht ist. Zuletzt standen mal wieder zwei Geburtstage an. Der erste war eine Abendveranstaltung, an der wir teilnehmen konnten, weil sich meine Schwiegereltern netterweise bereit erklärt hatten, das schlafende Baby zu hüten. Baby E., Oma und Opa haben das dann auch ganz locker genommen. Tja, nur wir Eltern konnten uns nicht so richtig entspannen und waren bei der ersten passenden Gelegenheit schon wieder daheim. Daran muss noch gearbeitet werden.

Der zweite Geburtstag war am Samstag und wurde an einem Nachmittag gefeiert, also mit Kindern. Hierzu gibt es nix weiter zu berichten, außer dass der Burger im Café Mozart an der Pettenkoferstr. sehr empfehlenswert ist und man für sehr viel Erstaunen sorgt, wenn man ein 10 Monate altes Kind „normales“ Essen probieren lässt („Ist ja cool, wie locker ihr da seid. Also, ich könnte das nicht…“ Innerliches Augenrollen meinerseits).

Lange Rede, kurzer Sinn – ich möchte die Gelegenheit nutzen, Euch mal meine variable Standardgeschenkverpackung zu zeigen. Am Samstag hat es so ausgeschaut:

2014-10-25 12.13.12Man benötigt:

  • Schlichtes Packpapier
  • Masking Tape
  • ein paar Blüten einer möglichst robusten Pflanze mit Stengel

Ich benutze je nach Jahreszeit, was aktuell auf meiner Terrasse blüht – aktuell ist das Erika. So erhält das Geschenk eine saisonale Note. Das Ministräußchen wird dann mit einem passenden Masking Tape an der Verpackung befestigt.

Meine Sommervariante bestand übrigens aus Lavendel und einer kleinblütigen (dornenarmen) Rosensorte. Zusätzlich hatte ich auf das Packpapier (nach dem Einpacken) mit Buchstabenstempeln noch einen kleinen Geburtstagsgruß aufgestempelt. Leider habe ich damals kein Foto gemacht 😦

Herbstliches Gesteck

Am vorigen Wochenende haben wir meine Schwiegereltern in ihrem schönen Haus mit noch schönerem Garten besucht. Ein Ort zum Durchatmen für uns Stadtpflanzen. Apropos Pflanzen, die darf ich mir dort öfter mal mitnehmen. Zuletzt habe ich mir eine Pfingstrose und eine Iris für meine Terrasse ausgebuddelt und dann zuhause im Halbdunkeln gleich eingesetzt. Ich bin gespannt, ob es den beiden bei mir gefällt. Außerdem habe ich mir diesmal ein paar Eicheln mit Hütchen, Moos und Blättern vom wilden Wein mitgenommen, um mir den Herbst ins Wohnzimmer zu holen. Die Idee war, ein kleines Gesteck zu basteln mit Sachen, die ich schon da habe. Das ist dabei herausgekommen (sorry für  meine äußerst bescheidenen Fotoskills):

2014-10-04 08.08.39

Gebraucht habe ich:

  • kleine Zinkwanne (von Depot, glaube ich)
  • zwei kleine Terrakottatöpfchen
  • etwas zum Füllen für die Töpfe (ich habe Kokosmulch genommen, Steckmasse geht aber auch)
  • zwei passende Moosstückchen für die Töpfe
  • eine Kerze
  • Pflanzliche Deko: Hagebutten, Eichelkäppchen, Efeu, wilder Wein

Das Ganze schmückt jetzt meinen Esstisch und wird bei Gelegenheit sicher ab und an ein wenig umgebaut und mit neuen Fundstücken aus der Natur verziert.

 

Vollkorn-Bratapfelkuchen

Der Herbst ist da und damit meine allerliebste Jahreszeit. Die kühle Luft, das herrliche goldene Sonnenlicht, die bunten Blätter, der Nebel am Morgen… Hach! Und natürlich gehören auch viele Leckereien dazu. Kürbis, zum Beispiel, oder Äpfel, die fleißig verkocht und verbacken werden. In den kälteren Monaten ist praktisch immer Kuchen in unserem Haushalt zu finden. Damit wir nicht kugelrund werden, soll der möglichst nicht immer nur eine Sünde sein, sondern auch ein klein wenig gesund. So halt, dass man sich satt fühlt und auch noch ein paar Nährstoffe verputzt hat. „Gesund schmecken“ darf es aber auch nicht. Gar nicht so einfach. In der Schwangerschaft habe ich angefangen mit Vollkornmehlen zu experimentieren. Die passen sehr schön zu herbstlichen Kuchen, weil sie etwas kräftiger schmecken als Standardweizenmehl. Hier ein Rezept für einen schönen herbstlichen Kuchen mit Bratapfelbelag. Diese Bratäpfel kann man auch sehr schön zu Kaiserschmarrn essen. Es lohnt sich also, mehr zu machen.

Vollkorn-Bratapfelkuchen

2014-09-30 10.01.44

Für den Belag bzw. als Kompott:

  • 1 kg säuerliche Äpfel
  • 50 g Rosinen
  • 75 g Mandelstifte
  • 125 g Ahornsirup oder Zucker
  • 125 ml Weißwein
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL gemahlener Anis
  • alternativ zu den beiden Gewürzen: Lebkuchengewürz
  • 2-3 EL Calvados

Äpfel schälen und vierteln. Zusammen mit den restlichen Zutaten vermischen und in eine ofenfeste Form füllen. Dann ca. 2h bei 150 Grad backen. Anschließend in Schraubgläser füllen und nach dem Auskühlen bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

Wem das zu viel Aufwand ist, der kann auch die gewünschte Menge Apfelspalten einfach in einer Pfanne mit Butter anbraten, Rosinen, Mandeln, Gewürze und Ahornsirup drüber und mit Calvados ablöschen. Weißwein braucht es dann nicht unbedingt. Das Ergebnis ist dann halt weniger weich und saftig, aber auch gut!

Für den Boden:

  •  100 g weiche Butter
  • 125 g Ahornsirup
  • 2 Eier
  • 150 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 TL Backpulver

Alle Zutaten in einer Schüssel verrühren und in eine Springform füllen. Die vorbereiteten Äpfel  auf dem Teig verteilen. Bei 170 Grad 45 Minuten backen.

 

Zimtschnecken mit Haselnüssen

Das Leben ist zur Zeit ein klein wenig hektisch. Liegt ausnahmsweise mal nicht direkt am Nachwuchs, sondern an der Tatsache, dass mein Arbeitgeber mir ein sehr interessantes Jobangebot gemacht hat. Dafür müsste ich allerdings recht flott meine Elternzeit beenden. Eigentlich war der Plan, dass ich für zwei Jahre daheim bleibe und wir dann nach Berlin ziehen, weil mein Mann dort beruflich hin möchte. Eigentlich… Dann kam letzte Woche die Mail von meinem alten Chef, mit der ich nicht gerechnet hatte. Die Entscheidung haben wir noch rausgezögert, aber ewig kann man so eine E-Mail auch nicht unbeantwortet lassen. Bloß wie entscheiden?

Als kleine Denkhilfe gab es an diesem Wochenende herbstliche Zimtschnecken. Die sind sowas wie eine Obsession in unserem Haushalt. Meist haben wir eine Vorrat im Tiefkühlschrank. In den ersten Wochen nach der Entbindung zum Beispiel haben uns die Dinger so manchen müden Morgen gerettet.

Hier das leicht abgewandelte Rezept von der Brigitte. Ich mache immer gleich die doppelte Menge, weil sich der Zusatzaufwand in Grenzen hält. Außerdem habe ich die Hälfte des Zuckers für die Füllung durch gemahlene Haselnüsse ersetzt.

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Zimtschnecken

Für den Hefeteig:

500 ml Milch
2 Päckchen Trockenhefe (ohne Anrühren)
120 g Zucker
1000 g Mehl (Type 550)
200 g Butter
1 TL Salz

Für die Füllung:

100 g weiche Butter
100 g brauner Zucker

100g gemahlene Haselnüsse
1 TL Zimt

Für den Hefeteig:
Mehl und Hefepulver in einer Schüssel mischen.
Die Butter schmelzen (mache ich in der Mikro). Geschmolzene Butter, Zucker und Salz zum Mehl geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten. Hefeteig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Den halben (!) Teig zu einer Größe von etwa 50 x 35 cm ausrollen. Mehl brauche ich dafür nicht nochmal extra, kann man aber machen. Ich nehme eine Silikonbackunterlage für solche Ausrollsachen. Geht prima und man hat an den Kanten gleich die Maße.

Für die Füllung:
Butter weich werden lassen oder gleich schmelzen. Nüsse, Zucker und Zimt hinzufügen und verrühren. Die Hälfte der Masse auf dem ausgerollten Teig verstreichen. Keine Sorge, wenn die Füllschicht etwas mager wirkt, es schmeckt trotzdem! Mehr Füllung geht natürlich immer 😉 Teig von der langen Seite her aufrollen, so dass eine etwa 50 cm lange Rolle entsteht. Die Rolle in 12 einigermaßen gleich große Stücke schneiden und die Stücke mit der Schnittkante nach oben auf ein Backblech (mit Backpapier) legen. Noch einmal etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Backofen auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorheizen. Zimtschnecken 20 bis 25 Minuten auf der unteren Schiene backen. Die zweite Ladung wird dann einfach genauso gemacht. Falls zum Einfrieren gedacht, einfach nach dem Auskühlen in Gefrierbeutel füllen und ab in den Gefrierschrank. Man kann die Schnecken dann portionsweise auf einem Teller in der Mikrowelle auftauen. Warm schmecken sie am besten. Dazu eine Tasse Kaffee und alles ist gut!